Die Anfänge - „Nix los in Zossen“ hieß es 1993


Und so gründete sich aus einer Handvoll Idealisten der Verein „Kulturkraftwerk Zossen e.V.“. Die Mitglieder wünschten sich ein Haus – am liebsten das alte Umspannwerk am Kanal, wo sie so richtig abrocken konnten. Ideen gab es viele: Töpferwerkstatt, Konzerte, Theater usw. Wir schrieben ein Nutzungskonzept und legten es der Stadt vor, die es in ihren zahlreichen Schreibtisch-Schubladen versenkte und uns über Jahre mit leeren Versprechungen hinhielt. Geld hatte niemand, schon gar nicht die Stadt, die das Vorkaufsrecht für das Objekt hatte.

Es folgten „wilde Jahre“: Der Verein kaufte sich von den abziehenden Streitmächten der UDSSR ein Riesenzelt, und war von nun an „wandernd“ unterwegs. Mit dem Zelt fuhren wir mit 20 Leuten zum Wintercampen in die Slowakei, veranstalteten Kabarettabende im Stadtpark, feierten ein wildes Indianer-Kinderfest auf der grünen Wiese, bei dem wir versucht waren, unseren Bürgermeister an den Marterpfahl zu binden, luden ein zum internationalen Workcamp auf dem Sportplatz in Dabendorf und organisierten zahlreiche Konzerte hier und dort.


Von da an hatte er immer schwarze Hände, denn schuften war angesagt: Wände rausreißen, alte Öfen abtragen, Innenausbau, Außenhüllensanierung – es gibt kein Schlagwort der Baubranche, mit dem wir nicht erschlagen worden sind.

Cafe im Bau

2002 zogen die ersten Mieter, der Kulturkraftwerk Zossen e.V. und das JaM HoMe (betreutes Wohnen für sieben Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren ein. Der Verein übernahm die Trägerschaft für das Heim.
Seit 2004 gehört zu uns noch eine Sektion Volleyball.
Im Jahr 2005 starteten wir das Projekt „Pedale & Paddel“ – ein Kajak- und Radverleih für Wasser- und Landratten. Außerdem das Projekt „Film im E-Werk“ mit Open-Air-Kinoveranstaltungen.